Grundsteuerreform - Grundstücksbewertung nach §§ 218 – 262 BewG

Die Uhr tickt: Bis spätestens zum 31. Oktober 2022 müssen alle Eigentümer von Grundstücken auf digitalem Weg eine sogenannte Feststellungserklärung beim Finanzamt einreichen. Die Finanzverwaltung stellt die technischen Möglichkeiten dazu ab dem 01. Juli 2022 bereit.

Innerhalb von vier Monaten müssen damit ca. 36 Millionen zusätzliche Steuererklärungen abgegeben werden. Ein großer Prozentsatz davon mit Unterstützung durch den jeweiligen Steuerberater. Das dies nicht nur für die betroffenen Grundstücksbesitzer, sondern auch für jede Steuerkanzlei eine große Herausforderung ist, erklärt sich von selbst.

Natürlich unterstützen wir unsere Mandanten dabei und sind gerne für Sie da.

Um der logistischen Herausforderung, der fristgerechten Abgabe der Feststellungserklärungen, gerecht werden zu können, bitten wir unsere Mandanten sich zeitnah zu entscheiden, ob sie die Feststellungserklärung selbst abgeben oder unsere Unterstützung in Anspruch nehmen wollen.

Daher haben wir unsere Mandanten bis Mitte April 2022 angeschrieben. Bei Interesse bitten wir die Auftragsvereinbarung, sowie den Grundsteuer-Erfassungsbogen bis spätestens zum 13.05.2022 an unsere Kanzlei zu senden. Etwaige benötigte Zusatzinformationen fordern wir im Anschluss von Ihnen an.

Sollte bis jetzt kein steuerliches Mandats-Verhältnis zur CURATOR bestehen, können Sie uns bei Interesse ebenfalls beauftragen. Wir bitten um Verständnis, dass wir dies aber nur übernehmen können, wenn wir alle oben genannten Dokumente vollständig und fristgerecht bis zum 13.05.2022 von Ihnen erhalten haben.

Wir weisen darauf hin, dass es sich bei der Abgabe der Feststellungserklärung um eine Steuererklärung handelt. Von der Angabe von Schätzwerten ist daher dringend abzuraten.

Zum rechtlichen Hintergrund

Das Bundesverfassungsgericht hat die Grundsteuer in der heute vorliegenden Form bereits im Jahr 2018 für verfassungswidrig erklärt und den Gesetzgeber zur Reform des Grundsteuergesetzes aufgefordert. In den meisten Bundesländern wird die Bewertung der Grundstücke künftig durch das einheitliche „Bundesmodell“ (bspw. NRW) erfolgen. Andere Bundesländer haben hiervon abweichende Ermittlungsverfahren durchgesetzt. (bspw. Sachsen, Bayern).

Der Gesetzgeber ist verpflichtet, bis zum 01.01.2025, neue Einheitswerte für alle Grundstücke festzustellen. Dazu müssen bis zum 31.10.2022 alle Grundstücke neu bewertet werden und zwar auf den Stichtag 01.01.2022.

Deshalb müssen alle Grundstückseigentümer mit oder ohne Hilfe eines Steuerberaters entsprechende Feststellungserklärungen abgeben. Hierzu ist von der Finanzverwaltung ein Zeitfenster von vier Monaten vom 01.07.2022 bis zum 31.10.2022 vorgesehen.

Die Finanzverwaltung hat dann bis zum 31.12.2024 Zeit, daraus entsprechenden Bescheide zu erlassen, und den Gemeinden für die Erhebung der Grundsteuer nach den neuen Werten zur Verfügung zu stellen.

Betroffen sind Eigentümer von

  • Wohnungs- und Teileigentum
  • Erbbauberechtigte und Eigentümer auf fremden Grund und Boden errichteter Gebäude, inkl. Garagen-/Tiefgaragenstellplätze
  • baureifen Grundstücken, unabhängig von der Nutzung (privat, betrieblich, Vermietung, land- und forstwirtschaftlich)

Hauptniederlassung:

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