Grundsteuerreform - Frist läuft am 31.01.2023 ab!

Beachten Sie zu diesem Thema bitte auch unseren Fachartikel!


Die Uhr tickt: Bis spätestens zum 31.01.2023 müssen alle Eigentümer von Grundstücken auf digitalem Weg eine sogenannte Feststellungserklärung beim Finanzamt einreichen.

Wie Sie der Presse entnehmen können, betrug die Abgabequote bis Mitte Januar 2023 ca. 50 %. Dies verwundert nicht. Im Zeitraum 01.07.2022 bis 31.01.2023 - also in sieben Monaten - sollen ca. 36 Millionen zusätzliche Steuererklärungen abgegeben werden. Ein großer Prozentsatz davon mit Unterstützung durch den jeweiligen Steuerberater. Dass dies nicht nur für die betroffenen Grundstücksbesitzer, sondern auch für jede Steuerkanzlei eine große Herausforderung ist, erklärt sich von selbst.

Natürlich unterstützen wir unsere Mandanten dabei und sind gerne für Sie da.

Um der logistischen Herausforderung gerecht werden zu können, haben wir unsere Mandanten bereits im April 2022 angeschrieben und konnten auch alle Grundsteuererklärungen fristgerecht einreichen, für die uns vollständige Daten vorliegen.

Sollten Sie bis jetzt weder über uns noch selbst die Abgabe der Feststellungserklärung vorgenommen haben, bitten wir Sie sich zeitnah zu entscheiden, ob Sie die Feststellungserklärung selbst abgeben oder unsere Unterstützung in Anspruch nehmen wollen.

Auch wenn sich eine Abgabe der Feststellungserklärung bis zum 31.01.2023 nicht mehr umsetzen lässt, entbindet dies nicht von der Pflicht, die Steuererklärung abzugeben. 

Bei Interesse bitten wir Sie, uns kurzfristig die Auftragsvereinbarung sowie den Grundsteuer-Erfassungsbogen zuzusenden. Etwaige benötigte Zusatzinformationen fordern wir im Anschluss von Ihnen an.

Sollte bis jetzt kein steuerliches Mandats-Verhältnis zur CURATOR bestehen, können Sie uns bei Interesse ebenfalls beauftragen. Wir bitten um Verständnis, dass wir dies aber nur übernehmen können, wenn wir alle oben genannten Dokumente vollständig von Ihnen erhalten haben.

Wir weisen darauf hin, dass es sich bei der Abgabe der Feststellungserklärung um eine Steuererklärung handelt. Von der Angabe von Schätzwerten ist daher dringend abzuraten.

Zum rechtlichen Hintergrund

Das Bundesverfassungsgericht hat die Grundsteuer in der heute vorliegenden Form bereits im Jahr 2018 für verfassungswidrig erklärt und den Gesetzgeber zur Reform des Grundsteuergesetzes aufgefordert. In den meisten Bundesländern wird die Bewertung der Grundstücke künftig durch das einheitliche „Bundesmodell“ (bspw. NRW) erfolgen. Andere Bundesländer haben hiervon abweichende Ermittlungsverfahren durchgesetzt. (bspw. Sachsen, Bayern).

Der Gesetzgeber ist verpflichtet, bis zum 01.01.2025, neue Einheitswerte für alle Grundstücke festzustellen. Dazu müssen bis zum 31.01.2023 alle Grundstücke neu bewertet werden und zwar auf den Stichtag 01.01.2022.

Deshalb müssen alle Grundstückseigentümer mit oder ohne Hilfe eines Steuerberaters entsprechende Feststellungserklärungen abgeben. Hierzu war von der Finanzverwaltung ursprünglich ein Zeitfenster von vier Monaten vom 01.07.2022 bis zum 31.10.2022 vorgesehen. Dieses wurde später bis zum 31.01.2023 verlängert.

Die Finanzverwaltung hat dann bis zum 31.12.2024 Zeit, daraus entsprechenden Bescheide zu erlassen, und den Gemeinden für die Erhebung der Grundsteuer nach den neuen Werten zur Verfügung zu stellen.

Betroffen sind Eigentümer von

  • Wohnungs- und Teileigentum
  • Erbbauberechtigte und Eigentümer auf fremden Grund und Boden errichteter Gebäude, inkl. Garagen-/Tiefgaragenstellplätze
  • baureifen Grundstücken, unabhängig von der Nutzung (privat, betrieblich, Vermietung, land- und forstwirtschaftlich)

Hauptniederlassung:

Schlossstraße 20
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Telefon 02204/9508-200
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